Hauptverwaltung Stadtwerke

Energetische Sanierung

Im Zuge der energetischen Sanierung der Stadtwerke Karlsruhe sollte ein neues Innenraum- und Arbeitsplatzkonzept realisiert werden.

Die Karlsruher Konzernzentrale aus dem Jahr 1977 vereint Kundenbereiche, Küche mit Kantine, Werkstätten sowie Büros für bis zu 550 Mitarbeiter. Diese Arbeitsplätze waren bereits zur Entstehung des Gebäudes als Großraumbüros geplant. Zoniert wurden die Räume bisher durch stoffbezogene Stellwände, welche die Mitarbeiter rund um ihre Sitzgruppen angeordnet hatten. 

 

 

Im neuen Konzept wird durch eingestellte Raum-in-Raum-Module diesem Zustand begegnet. Die Elemente zonieren den Raum, leiten Personenströme und bieten vielfältige funktionale Raumangebote. Jedes Team hat damit in unmittelbarer Nähe Rückzugsräume, welche den Austausch, die Kollaboration und das konzentrierte Arbeiten fördern und unterstützen.

 

 

Projektdaten

Standort
Daxlanderstraße 72
76127 Karlsruhe
Germany
Auftraggeber
Stadtwerke Karlsruhe
Planungsbeginn
09/2013
Fertigstellung
05/2017
Fläche
14.000 m2
Planung
SCOPE Architekten GmbH
Team
Oliver Kettenhofen, Mike Herud
Mike Müller, Kathrin Lewald,
Lena Götze, Jerzy Wianecki, Sebastian Zaune, Sophia Zouros
Fotos
Zooey Braun
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Das Foyer mit dem großen Empfangstresen und den Beraterplätzen verdeutlicht den Wandel, welchen das Gebäude genommen hat. Der helle großzügige Raum steht mit seiner fein abgestimmten Materialität und Lichtgestaltung für ein dynamisches Unternehmen, das Zukunft gestaltet. Dafür sorgen der weiße geschliffene Terrazoboden und die aufwendige Beleuchtung, die sich in einer abgetreppten Voutenbeleuchtung durch das gesamte Foyer zieht. Der Empfang und die Beraterplätze sind in eine durchgängige Wandgestaltung integriert, die wie eine Kulisse den Raum fasst. Empfang- und Beratungsplätze heben sich von der weißen Umgebung durch Holz und Stoffbekleidungen an den Wänden ab.

Die Decken und Trennwände der Beraterplätze greifen in einem grafischen Muster die polygonale Gebäudestruktur auf, die sich wie ein Leitfaden durch die Gestaltung aller Räume zieht.Der Raum wird durch eine zentrale Treppe dominiert, welche in den Bestand integriert wurde. Die Freitreppe aus Eiche und schwarzen Wangen bildet einen starken Kontrast zur weißen Grundstimmung. Die Treppe verbindet das Basisgeschoss und das Foyer.

Im Basisgeschoss befinden sich sowohl das Casino mit der dazugehörigen Küche als auch ein Sitzungsraum, die Hausdruckerei und Technikräume. Das Casino ist für 280 Personen (bei 2-fachem Sitzplatzwechsel) ausgelegt und bietet den Gästen unterschiedliche Atmosphären. Der Freeflow Bereich wird durch eine große Sitzbank mit einem Raumfilter aus Holz und Glas abgetrennt. Die Mitte des Raumes wird durch große Tafeln bestimmt, deren Position sich in der Deckengestaltung aus schwarzem Eternit und in Form von großen Ringleuchten widerspiegelt. Das Platzangebot wird durch geflieste Stehtische und introvertierte Nischen ergänzt. Auch hier werden die weißen Flächen durch Holz und grüne Stoffe akzentuiert.

Die vier Büroetagen werden ergänzt durch Konferenzräume, einen Geschäftsführungsbereich und teamübergreifende Kommunikationsflächen. Sie vermitteln eine freundliche und ruhige Arbeitsatmosphäre. Diese Stimmung wird durch die zurückhaltenden weißen Flächen unterstrichen, welche nur akzentuiert, durch gedeckte Blautöne und Holzoberflächen in schlichter Eiche, unterbrochen werden.
Ein Netz aus Linienleuchten spinnt sich durch das gesamte Gebäude und sorgt für eine gleichmäßige Ausleuchtung aller Flächen.
Ein Netz aus Linienleuchten spinnt sich durch das gesamte Gebäude und sorgt für eine gleichmäßige Ausleuchtung aller Flächen.

Dieses Prinzip wird nur in den Sonderräumen durch umlaufende Lichtlinien unterbrochen, welche die Raumkörper an der Decke nachzeichnen.