Umbau

Umnutzung einer Villa

Das prominente Gebäude liegt in der Berliner Vorstadt- exponiert an einem der Potsdamer Seen. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das Gebäude errichtet und erst in den 90er Jahren tiefgreifend umgebaut.
Durch den jetzigen Verkauf des Gebäudes wurde eine Umnutzung vom Wohn- zum Officegebäude notwendig.

Auf Grund der historisch bedeutsamen Bausubstanz, war eine sensible Vorgehensweise notwendig um daraus eine moderne Arbeitswelt zu schaffen. Der Empfang, der nun im Gebäude ansäßigen Beteiligungsgesellschaft, liegt in einer großzügigen 7m hohen Eingangshalle. Um den Raum optimal ausleuchten zu können und den imposanten Eindruck des Vestibüls nicht zu zerstören, wird auf den Einsatz von Pendelleuchten verzichtet und stattdessen eine LED-Lichtdecke verwendet. Inmitten der Eingangshalle befindet sich ein modulares Sofa, welches den musealen Charakter des Raumes unterstreicht.

Projektdaten

Standort
14467 Potsdam
Germany
Auftraggeber
Beteiligungsgesellschaft im IT-Sektor
Planungsbeginn
01/2017
Fertigstellung
08/2017
Fläche
1200 m2
Planung
SCOPE Architekten GmbH
Team
Oliver Kettenhofen, Mike Herud
Silke Schreier
Fotos
Markus Guhl
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Bis zu 12 Mitarbeiter finden hier, im EG, auf einer Open-Space-Fläche einen neuen Arbeitsplatz. Die Büroräumlichkeiten sind sparsam möbiliert und alle Schrankflächen sind magnetisch und beschreibbar ausgebaut.

Für Besprechungen mit bis zu 10 Teilnehmern ist ein großer Konferenzraum vorhanden. Die Pendelleuchten über dem Tisch, Spots in der Decke und seitlich angeordnete Downlights sorgen für eine optimale Ausleuchtung und erlauben verschiedene Lichtsituationen. Zur Büroküche ist der Konferenzraum mit einer mobilen und mit erhöhtem Schallschutz versehenen Trennwand versehen.

Betritt man das 1. OG wird der Blick auf einen weiteren Open-Space-Bereich geführt. Pendelleuchten mit Mikroprismenabdeckungen sorgen hier, wie auch auf den anderen Büroflächen, für arbeitsplatztaugliches Licht. Als Rückzugsraum zum ungestörten Arbeiten und Telefonieren dienen sogenannte „Telefonzellen“. Den Führungskräften sind zwei weitere kleinere Büros auf dem selben Geschoss zugeordnet.

 

Im darüberliegenden 2. OG sowie dem UG befinden sich ebenfalls Büroräumlichkeiten samt einem Archiv, so dass auf insgesamt 1200 qm und vier Geschossen 38 neue Arbeitsplätze geschaffen werden konnten.

Die Materialkomposition wechselt zwischen harten Materialien, wie beschreibbarem Schichtstoff, Eiche und Naturstein, und einer Collage aus hochflorigem Teppichen.

Dem Bauherrn war es wichtig durch die Umnutzung die hohe Qualität des Gebäudes nicht zu beeinträchtigen, sondern eine Symbiose zwischen den funktionalen Anforderungen der Büronutzung und dem historischen Bestand zu schaffen. Hochwertige Bestandsböden wie der Perlino Bianco Marmor, das historische Tafelparkett aus dem Schloss Fischbach oder diverse Massivholzdielen sind erhalten und nur mit wenigen, behutsamen Eingriffen für die Anforderungen an eine moderne Arbeitswelt nachgerüstet worden.

 

Herzstück der Küche bildet der aus Kunststein gefertigte Tresen, welcher zwischen zwei Stützen eingespannt ist. Um für eine gemütliche und aufgeräumte Atmosphäre zu sorgen, sind alle Elektrogeräte hinter Eichenfronten verborgen.

Ein Besprechungsraum sowie eine Bibliothek ergänzen das Angebot für die Mitarbeiter. Die Bibliothek wurde mit beschreibbaren Wandflächen versehen und lädt mit gemütlichen Sesseln, einem flauschigen Teppich und stimmungsvollem Licht zu informellen Gesprächen und Meetings ein.