Areal Kronenrain

Grüne Park-Terrassen

Der konzeptionelle Ansatz basiert auf der landschaftlichen Integration der Gebäudemasse in einem Entwurf, der die Architektur entgrenzt und fließende Übergänge zwischen baulichen Elementen und der Landschaftsarchitektur schafft.

Die Dachflächen der drei Parketagen zeichnen dabei die Linien der Topografie nach und bilden in unserem Entwurf begrünte Stadtterrassen, die zwischen dem Straßenniveau und dem Stadtraum vermitteln und gleichzeitig eine Erschließung der Landesgartenschau aus verschiedenen Richtungen und Höhenlagen ermöglicht. Die Brücke folgt dieser landschaftlichen Idee und „fließt“ aus der Landschaft in Richtung Wuhrloch. Die Brüstungsbänder in gestocktem Beton erinnern in ihrer Materialität an die historische Felskulisse der Stadt Neuenburg. Die Parketagen werden zum Straßenraum mit senkrechten Holzlamellen geschlossen. So wird den Besuchern bereits beim Parken ein Panorama über die Naturlandschaft geboten und zudem eine natürliche Belüftung der Garage ermöglicht. Großzügig bemessene Parkplätze von 2,75m x 5,00m erleichtern das Parken für die Besucher der Landesgartenschau und der Stadt Neuenburg. Die in die Lamellenfassade integrierte Medienwand ist gut vom Kreisverkehr aus erkennbar und dient als Werbefläche nach außen.

Status:
Fließender Übergang von Landschaft in Gebäude

Projektdaten

Standort
79395 Neuenburg am Rhein
Germany
Auftraggeber
Stadt Neuenburg am Rhein
Wettbewerb
Offener zweiphasiger Planungswettbewerb
Fläche
11.000 m2
Planung
SCOPE Architekten GmbH
Team
Oliver Kettenhofen, Mike Herud
Jerzy Wianecki
Planungspartner

Plankontor S1 Landschaftsarchitekten

Pfefferkorn Ingenieure VBI

Illustrationen
SCOPE Architekten GmbH
Teilen
Fließender Übergang von Landschaft in Gebäude
Fließender Übergang von Landschaft in Gebäude

Rundwege für Radfahrer und Passanten

Die Leitidee für die Außenanlagen basiert auf der Schaffung von grünen höhengestaffelten parkartigen Terrassen auf den jeweiligen Ebenen des Parkhauses. Die Dachfläche ist eine in die Landschaft hineinragende Terrasse. Die untere Ebene bildet das grüne Pendant zur gegenüberliegenden Seite. Das bisher unbebaute Grundstück wird analog der Umgebung mit 4 Mehrfamilienhäusern in gleicher Korngröße und Ausrichtung bebaut. Die Gebäude sind 2-stöckig mit Dachgeschoss, die Ausrichtung der Gebäude ist in Nord-Südrichtung.

Die Freiraumkonzeption sieht vor, auf dem Parkhaus grüne Ebenen mit verschiedenen Nutzungen zu schaffen. Auf der oberen parkartig gestalteten Fläche ermöglicht ein Rundweg bis an die Kante des Parkhauses zu gelangen. Sitzbänke ermöglichen hier eine kurze Rast. Ein weiterer Planungsansatz besteht in der Schaffung von Plätzen und Terrassen, die in Verbindung mit den neuen Wegen und dem Rathausplatz ein zusammenhängendes Konzept ausgehend von der Stadtmitte bis zum Wuhrloch ergeben. Den Abschluss des Steges mit daran anschließendem Weg bildet die Seeterrasse am Wuhrloch mit Sitzstufen und Balkon. Entlang der westlichen Stadtkante wird durch Pflanzung einer Baumreihe eine grüne Raumkante zur dahinter liegenden Wohnbebauung gebildet. Nördlich und südlich des neuen Parkhauses vervollständigen gruppenartig gepflanzte Bäume die kraftvolle Raumkante. Solitärbäume in der oberen Terrasse erzeugen eine parkartige Stimmung ohne den spektakulären Rundblick ins Rheintal zu beeinträchtigen.