Entwicklungs- und Innovationszentrum

Funktionale Ästhetik

Funktionale Ästhetik prägt das neue Entwicklungs- und Innovationszentrum in Amorbach. Die Architektur wird bestimmt durch die konzeptionellen Richtlinien Klarheit, Offenheit und nachhaltige Ortsverbundenheit. Die Innere Erschließung als architektonisches Element ist gebaute Kommunikation und das Sinnbild für die funktionale Verbindung der internen und externen Bereiche innerhalb des Gebäudes.

Das Ziel des Entwurfes ist es, eine transparente und kommunikative Firmenkultur erlebbar zu machen. Das Neue Innovationszentrum orientiert sich durch seine axiale Ausrichtung an den bestehenden Baukörpern des Werksgeländes. Der klare kubische 2-geschossige Baukörper gibt dem Werksgelände in nördliche Richtung einen neuen Ankerpunkt und rahmt mit dem gegenüberliegenden runden Turmgebäude den großen Werksparkplatz. Durch einen rückspringenden Eingangsbereich orientiert sich der Baukörper hin zu den anderen Gebäuden wie der Ausstellungs- und der ehemaligen Montagehalle. Die nahe Lage zum Bilbach hin nimmt der Baukörper besonders durch seinen durchgehenden Luftraum auf und gibt im Obergeschoss neben dem Blick über die Werksanlage auch einen schaufensterartigen Blick auf die Flussaue frei.

Status:
Ansicht Süd
Ansicht Süd
Ansicht Süd

Ansicht West

Projektdaten

Standort
63916 Amorbach
Germany
Auftraggeber
OWA Odenwald Faserplattenwerk GmbH
Wettbewerb
Nicht offener Realisierungswettbewerb
Planungsbeginn
10/2016
Fertigstellung
11/2016
Fläche
635 m2
Planung
SCOPE Architekten GmbH
Team
Oliver Kettenhofen, Mike Herud
Andreas Witte,
Jerzy Wianecki, Sophia Zouros
Illustrationen
SCOPE Architekten GmbH
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Das Gebäude wird als Massivbau aus Stahlbeton mit im Erdgeschoss zweischaligem Aufbau aus vorgestellten großformatigen Sichtbetonfertigteilen, im Obergeschoss umlaufender Pfosten-Riegel-Fassadenkonstruktion geplant. Zusätzlich erhalten die Gläser eine helle linienartige Sonnenschutzbedruckung sowie einen innenliegenden Blendschutz.

Man betritt das Innovationszentrum über den mittig im Baukörper angeordneten verglasten Eingangsbereich. Bereits hier ist die klare innere Organisation in Form einer skulpturalen Treppenanlage erkennbar, die in Kombination mit dem durchgehenden Luftraum die beiden Geschosse miteinander verbindet. Der etwas großzügigere Eingangsbereich bildet die Schnittstelle zwischen den externen und internen Bereichen. Hieran angegliedert finden sich Garderobe, die Toilettenanlagen sowie eine Sitznische als Wartebereich.

Eine geschosshohe Verglasung zur Seite der Werkstatt erzeugt, gefiltert durch ein Pflanzbeet, interessante Blickbeziehungen und symbolisiert ebenfalls die offene Unternehmenskultur. Im internen Bereich im Erdgeschoss sind die Werk- und Prüflabore entlang einer Flurzone angeordnet. Diese endet am Nebeneingang, der die Werkstatt- und Entwicklungsräume mit den Produktionsstätten verbindet. Entlang der Grünzone über die Foyertreppe in das Obergeschoss gehend lässt sich die Verbindung von Innen und Außen am besten erfahren.

Anhand der simplen Erschließungszone lassen sich unterschiedliche Ein- und Ausblicke erleben. Beginnend vom Blick über das Werksgelände vom Zwischenpodest aus, über den lichtdurchfluteten Weg der Treppe folgend, zieht sich der externe Bereich somit vom Erdgeschoss bis hin zum schaufensterartigen Ausblick auf den Bilbach, den man von dem, aufgrund der unterschiedlichen Raumhöhe des Hallraums erforderlichen, (Sitz-)Podest erleben kann. Dieses Podest fördert zusätzlich den kommunikativen Charakter der Erschließungszone durch die Möglichkeit hier Präsentationen, Veranstaltungen oder Vorträge abzuhalten.

Reminiszenz an Produktion auf "Weiße Wolle"
Reminiszenz an Produktion auf "Weiße Wolle"

Das Gebäude wird als Massivbau aus Stahlbeton mit im Erdgeschoss zweischaligem Aufbau aus vorgestellten großformatigen Sichtbetonfertigteilen, im Obergeschoss umlaufender Pfosten-Riegel-Fassadenkonstruktion geplant. Zusätzlich erhalten die Gläser eine helle linienartige Sonnenschutzbedruckung sowie einen innenliegenden Blendschutz.