Innovation Center 2.0

Denkfabrik

In Anlehnung an das 2013 fertiggestellte Innovation Center, für dessen Gestaltung sich SCOPE ebenfalls verantwortlich zeigten, entstand direkt daneben das Innovation Center 2.0.

Äußerlich passt sich der neue, vierstöckige Glaskubus mit umlaufenden Balkonen dem Bestand an und ist geprägt von seiner spannungsvollen Betonstützen-Struktur mit industriellem Charakter, welche die Glasfassade in zahlreichen Diagonalen durchbricht. Das Gebäude gleicht einer offenen Werkhalle, in der alle Geschosse über einen geschossübergreifenden Luftraum miteinander verbunden sind. Betritt man das Gebäude über den Haupteingang, öffnet sich der Raum in Form des großen Luftraumes. In diesem Luftraum liegt auch die mächtige Haupterschließung. Einläufige Treppen aus Sichtbeton, mattem schwarzem Stahl und Stufen aus Eichenholz verbinden die Geschosse miteinander.

Café-Lounge

Projektdaten

Standort
Konrad Zuse Ring 8
14469 Potsdam
Germany
Auftraggeber
SAP SE
Planungsbeginn
05/2014
Fertigstellung
05/2016
Baukosten
13.500.000 €
Fläche
5.400 m2
Planung
SCOPE Architekten GmbH
Team
Oliver Kettenhofen, Mike Herud
Andreas Witte,
Christine Ackermann, Lachezar Hristov, Sophia Zouros
Planungspartner

Ingenieurbüro Stehrenberg

Gruninger & Schrüfer, Wiesloch

pitPlan GmbH, Heidelberg

Ruß Ingenieurgesellschaft mbH

Topotek 1, Berlin

Büro für Linienführung

Dr. Zauft Ingenieurgesellschaft

Ingenieurbüro Anke Koch

GN Bauphysik, Stuttgart

Architekturbüro Hain, Berlin

Fotos
Zooey Braun
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Für 160 Mitarbeiter wurden hier attraktive Arbeitsplätze geschaffen, welche die Förderung von frischen Ideen in den Mittelpunkt stellen, die optimale Bedingungen für teambasiertes Denken bieten und zu innovativen Arbeitsmethoden wie Design-Thinking anregen. Große Whiteboardflächen hängen im EG von der Decke ab und lassen sich verschieben. Der große Design-Thinking Raum befindet sich dadurch im ständigen Wandel und ermöglicht mehreren Arbeitsgruppen in unterschiedlichster Größe das Zusammenarbeiten oder auch Präsentationen vor bis zu 200 Personen zu halten. Die Besprechungs- und Workshopräume sind ebenfalls durch flexible Trennwände teil- oder erweiterbar, alle Möbel sowie die Tribünen befinden sich auf Rollen und unterstützen das agile Arbeiten.

Ungeplante Kommunikation fördert Innovation

»Das Atrium macht Kommunikation erlebbar.«
Räumliche Nähe prägt das persönliche Arbeitsumfeld.
»Flexible Raumstrukturen unterstützen direkten Wissenstransfer.«

Eine besondere Rolle des agilen Architekturkonzepts spielt die Verbindung zwischen Innen und Außen. So kann man von fast allen Arbeits- und Kommunikationsplätzen nach draußen schauen und über einen der zahlreichen Zugänge die umlaufenden Balkone erreichen. Im dritten Obergeschoss öffnet sich das Atrium dann zu einer größeren Kommunikationszone, über die man die Dachterrasse des Gebäudes betritt. Neben weitreichenden Ausblicken über den Jungfernsee und das angrenzende Entwicklungsareal, dient die Dachterrasse auch als erweiterte Arbeitsplatzfläche in der warmen Jahreszeit. Individuelle Möblierungen wie abgehangene Sitzschaukeln, Sitzbänke und Sofas fördern unterschiedliche Arbeitstechniken in diesen Sonderzonen.