Neubau Digital Innovation Campus

Offenheit und Kommunikation

Das ehemalige KU-Gelände in Lippstadt soll zukünftig der Standort eines Digital Innovation Campus werden.
Hier sollen Forschung und Lehre im direkten Umfeld zusammenarbeiten können sowie unmittelbare Beziehungen und Synergien entstehen.

Die Architektur wird bestimmt durch die konzeptionellen Richtlinien Klarheit, Offenheit und Kommunikation. Der Entwurf setzt dabei gezielt auf die formale Einheit trotz der vielfältigen Nutzung. Die Innere Erschließung als architektonisches Element ist gebaute Kommunikation. Die Anordnung der Nutzungsbereiche um einen durchgängigen Luftraum und gemeinsam genutzte Foyerflächen fördert die Begegnung und damit die Kommunikation unter den Nutzern. So kann die Architektur zu einem Multiplikator der Kommunikation Kultur und der Innovationkraft des Standortes werden. Das Ziel des Entwurfes ist es, eine transparente und kommunikative Campuskultur erlebbar zu machen. Die Herausforderung ist es, den städtebaulichen Bezügen und einer Zukunftsorientierung gerecht zu werden, dadurch unangemessene Haltungen zu vermeiden und nach Verdichtung und Komplexität im Einfachen zu suchen. 

Status:
Prämiert

Projektdaten

Standort
59555 Lippstadt
Auftraggeber
Wohnungsbaugesellschaft Lippstadt GmbH
Planungsbeginn
11/2017
Fertigstellung
02/2018
Planung
SCOPE Architekten GmbH
Team
Oliver Kettenhofen, Mike Herud
Jonas Chemnitz, Katja Mozgovenko, Malgorzata Polakowska
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Man betritt das DIC über den mittig im Baukörper angeordneten verglasten Eingangsbereich. Bereits hier ist die klare innere Organisation in Form einer skulpturalen Treppenanlage erkennbar, die in Kombination mit dem durchgehenden Luftraum die drei Geschosse miteinander verbindet. Der großzügige Foyerbereich mit der eingestellten Freitreppe erfüllt dabei mehrere Funktionen.

• Haupterschließung

• Schaffung von Blickbeziehungen

• gebaute Metapher des Collaborationsgedanken

• Tribüne für Präsentationen und Veranstaltungen

• Erweiterung des Arbeitsraumes

• Kommunikationszone

Entlang des zentralen Foyer gliedern sich die Nutzungseinheiten, die jeweils in sich geschlossene Nutzungsbereiche darstellen und immer über das Foyer erschlossen werden. Ein Kern aus Sichtbeton nimmt alle dienenden Funktionen, wie Fluchttreppenhäuser, Schächte, Toiletten und Etagenverteiler auf. Im Erdgeschoss befindet sich HBPO mit seinen großen Lager- und Werkstattflächen sowie der Hörsaal der Hochschule der sich direkt zum Foyer öffnet. Folgt man der großen Treppe in das erste Obergeschoss blickt man direkt in einen zweigeschossigen Außenraum an den sich das Innovation Lab von Hella, die Wirtschaftsförderung sowie Werkstatt- Labor und Seminarräume der Hochschule angliedern. Der Luftraum mit seiner Loggia stellt gleichzeitig das Bindeglied zu den Workshop und Seminarbereichen der Hochschule dar und lässt den inneren Kommunikationsraum mit dem äußeren verschmelzen. Gegenüberliegend befindet sich der Verwaltungs- und Bürobereich der Hochschule. Eine schmalere Treppe führt weiter in das zweite Obergeschoss und stellt damit eine subtile Zonierung zur restlichen Fläche von Hella dar. Auch hier geht der Blick in den zweigeschossigen Außenraum. Durch ein großes Oberlicht fällt zusätzliches Tageslicht über den Luftraum bis ins Erdgeschoss.